Get Adobe Flash player

Veranstaltungs-Tipp: "Da lernt ich wohl was Liebe sei" am 29.09.17 im Theatercafé des NTM

Freitag, 29. September 2017 um 19.30 Uhr im Theatercafé des Nationaltheaters

Eintrtt frei

 

Buchvorstellung »Da lernt ich wohl, was Liebe sei«


Dr. Franziska Polanski und Wagner-Urenkelin Daphne Wagner über Richard Wagner, seine Hunde und seine Beziehung zu Natur und Kreatur

 

 

Im Garten der Villa Wahnfried »ruht und wacht« dicht neben Richard Wagners eigenem Grab der Neufundländer Russ. Auch Markes Grabplatte ist dem Besucher Wahnfrieds wohlbekannt. Neben den Bayreuther Neufundländern gab es jedoch noch viele weitere vielgeliebte Hunde, mit denen Wagner sein Leben teilte. Den Zwergspaniel Peps z.B., mit dem ihn eine besonders innige Freundschaft verband und der zuweilen der einzige war, der Wagners Arbeitszimmer betreten durfte oder den Kettenhund Leo, für dessen Wohlergehen sich Wagner einsetzte. Aber nicht nur Wagner fühlte sich zu Hunden hingezogen, auch diese suchten von sich aus immer wieder seine Nähe wie z.B. der imposante Neufundländer Robber, dem eine Schlüsselstellung bei der Entstehung des »Fliegenden Holländer« zukommt.

Wagners Beziehung zu seinen Hunden ist geprägt von Sensibilität und Mitgefühl und steht exemplarisch für sein Verhältnis zu Natur und Kreatur. »Da lernt ich wohl, was Liebe sei«, sagt Siegfried zu Mime, von der Wölfin und der Füchsin lernte er es und von deren Umgang mit ihren Jungen, und er fasst mit diesem Satz die ganze Ehrfurcht und Bewunderung zusammen, die Wagner angesichts der Beseeltheit, des Anmuts und der Erhabenheit der Schöpfung empfunden haben mag.

Franziska Polanski und Daphne Wagner setzen in ihrem Buch Wagners Hunden ein Denkmal und porträtieren sie anhand von Dokumenten der Familie Wagner. Die Porträts dieser Hunde offenbaren ein Natur- und Kreaturverständnis, das den Umgang des Menschen mit der Schöpfung auf der Basis eines rücksichtslosen Anthropozentrismus entschieden ablehnt. Wagners Reflexionen zum Verhältnis des Menschen zum Tier sind von atemberaubender Aktualität und kritische Denkanstöße gerade in unserer Zeit, in der viele Menschen sich einerseits zunehmend für den Schutz der Tiere engagieren, der Mensch jedoch andererseits mit unfassbarer Brutalität Tiere in der Massentierhaltung quält oder durch Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen ausrottet.  (© Implizit Verlag)

 

 

 

Nächste Veranstaltung