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Presseartikel Mitgliederversammlung 10. Dezember 2018

Große Benefizgala geplant

Richard-Wagner-Verband will Internationales Opernstudio des Nationaltheaters fördern

Mit mehreren großen Spendenaktionen und Benefizveranstaltungen für das Internationale Opernstudio will der Richard-Wagner-Verband im kommenden Jahr das Nationaltheater unterstützen. Das kündigte Vorsitzende Monika Kulczinski bei der Mitgliederversammlung an.

Es ist eng, sehr eng im großen Saal des Leonardo Royal-Hotels, wenn der Wagner-Verband - einer der größten außerhalb Bayreuths - einlädt. Robert Frank eröffnete den Nachmittag mit einen (sic!) Violinsolo, und zum Schein einer Kerze an einer Engelsfigur sprach Alexander Wischniewski, Schriftführer im Vorstand und ehrenamtlicher Priester der Alt-Katholiken, ein Gebet für die verstorbenen Mitglieder - derart stilvoll ist das Gedenken nirgendwo.

Breiten Raum in Kulczinskis Rechenschaftsbericht nahm die geplante Generalsanierung des Nationaltheaters ein. "Das macht vielen Menschen Sorge - auch uns", so die Vorsitzende: "Aber wir wollen unseren Beitrag leisten und dem Theater helfen", kündigte sie an. Da man für den Bau selbst nichts beisteuern könne, da dies nicht zum Verband passen würde, habe man sich die Unterstützung des Internationalen Opernstudios verschrieben, das der Förderung junger Talente dient.

Schon beim Theaterfest im September hatte der Verband dazu eine große Tombola organisiert. Nun soll es am 4. Mai 2019 in der Christuskirche ein großes Benefizkonzert und am 27. Oktober eine Benefizgala im Nationaltheater mit 20 Stipendiaten des Wagner-Verbandes und Solisten des Theaters geben. In diesem Zusammenhang dankte Kulczinski Achim Weizel, dem Vorsitzenden der Freunde und Förderer des Nationaltheaters, sowie Opernintendant Albrecht Puhlmann, für die "wunderbare Zusammenarbeit".

Diesen Dank gab Puhlmann gerne zurück. "Ich bin zutiefst dankbar, dass Ihr großartiger Verband, Ihre großartige Vorsitzende an unserer Seite stehen bei allen Herausforderungen", so der Opernintendant.

Für die Verbandsmitglieder selbst wird es aber eine große Änderung in 2019 geben. So will der Verband keine Liederabende und Konzerte mehr im Stamitzsaal ausrichten. "Das nach über 60 Jahren zu entscheiden, fiel uns nicht leicht", so Kulczinski. Zwar habe man sich "immer sehr wohl gefühlt", dankt die Vorsitzende der Leitung des Rosengartens. Die Mietkosten überstiegen aber inzwischen die finanziellen Möglichkeiten des Verbands. Zudem müsse man sich - wegen der Kongresse - zu einem sehr frühen Zeitpunkt auf Termine festlegen, wenn man noch gar keine Künstler fest engagieren könne.

"Aber wird werden das Niveau beibehalten", betonte Schatzmeister Jochen Kulczinski. Dank vieler Spender und einem Zuschuss des Kulturamts konnte er schwarze Zahlen vorweisen - und mit dieser guten Nachricht überleiten zum musikalischen Genuss. Viele von der stellvertretenden Vorsitzenden Christa Scharer betreute Bayreuth-Stipendiaten des Verbandes und weitere Künstler des Nationaltheaters bedankten sich mit wundervollen Arien, gipfelnd im mit allen Gästen gemeinsam gesungenen Lied "Tochter Zion".

(Peter W. Ragge / Mannheimer Morgen, 12.12.2018)

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