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Presseartikel "Menschen vor Wagner" vom 2. April 2020

Menschen vor Wagner

Monika Kulczinski hält den Entschluss für richtig, die Bayreuther Festspiele in diesem Jahr wegen des Corona-Virus abzusagen. Die Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbandes Mannheim sagte im Gespräch mit dieser Redaktion, sie und die anderen Mitglieder seien natürlich traurig über die außerordentliche Absage. "Aber das Leben hat Vorrang", sagte Kulczinski mit Verweis darauf, dass auch der Mannheimer Verband alle Veranstaltungen bis einschließlich 25. Oktober abgesagt habe. "Das ist uns wirklich nicht leicht gefallen", so Kulczinski, "aber wir haben da einfach die Verantwortung für die Menschen".

Am Dienstabend war bekannt geworden, dass es in diesem Sommer ruhig bleibt auf dem Grünen Hügel. Die Festspiele könnten wegen der Corona-Krise nicht stattfinden, so die Bayreuther Festpiele. Die folgenden Festspieljahrgänge müssten jetzt umdisponiert werden. Festspielchefin Katharina Wagner hat sich betroffen über die Absage gezeigt. "Natürlich sind wir traurig, gerade weil wir uns auf eine spannende Neuproduktion des "Rings" gefreut haben", sagte sie der dpa.

Unterdesen wird das Stipendienprogramm des Mannheimer Verbandes verschoben, so dass die fünf Stipendien für 2020 ein Jahr später an den Hügel geschickt werden - dies sind Nadja Kaiserseder, Amelie Scicolone, Eva Siegel (alle Sopran), Yisae Choi (Bariton) und Hyowon Jung (Mezzosporan) und als Ersatz Anna Botthof-Stephany (Mezzosopran) - vorausgesetzt, die Pandemie ist bis dahin im Griff.

 (Stefan M. Dettlinger / Mannheimer Morgen, 02.04.2020)

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