Presseartikel zur Aufführung "Parsifal" am Karfreitag im OPAL
Lob und Applaus für „Parsifal“-Inszenierung
Als „gelungen“ hat Monika Kulczinski, die Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbands, die Wiederaufnahme von „Parsifal“ in der Ersatzspielstätte „Opal“ des Nationaltheaters bezeichnet. Das Bühnenweihfestspiel von Richard Wagner hatte wegen der Generalsanierung und der verspäteten Fertigstellung des „Opal“ seit 2022 nicht gezeigt werden können. Dabei stellt die noch von 1957 stammende Inszenierung ein Kult-Stück dar, zu dem stets „Wagnerianer“ aus dem In- und Ausland kommen. Doch nun äußerten sich Kulczinski und Vorstandsmitglied Uta Trui „sehr beeindruckt“, dass es gelungen sei, die historische Inszenierung in die Ersatzspielstätte zu übertragen. Das sei „keine leichte Aufgabe in den veränderten Gegebenheiten“, erklärte die Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbandes. „Doch es ist gelungen, und man kann allen Beteiligten nur ein großes Lob aussprechen“, meinte sie. Das sah auch das Publikum in Mannheim so, gab es doch am Ende der ausverkauften Vorstellung mehr als fünf Minuten kräftigen Applaus.Entspre chend zufrieden war auch Kulczinski. Dem Richard-Wagner-Verband sei es wichtig, „Parsifal“ in dieser alten Inszenierung „so zu erhalten, wie er seit über 60 Jahren mit großem Erfolg aufgeführt wird und Gäste aus der ganzen Welt deshalb nach Mannheim kommen“, so die Vorsitzende. Der Verband hatte daher bereits 2018 den Erhalt und die Restaurierung des Bühnenbildes finanziert. Tatsächlich sah man auf dem Parkplatz vom „Opal“ Autokennzeichen von Niedersachsen bis Bayern, steuerten Reisebusse die Ersatzspielstätte an und war im Foyer Englisch ebenso wie Schweizerdeutsch zu hören.
(Peter W. Ragge / Mannheimer Morgen 22.04.2025)