Get Adobe Flash player

Presseartikel Mitgliederversammlung 14.12.25

Wagner-Verband: Bereit für das große Jubiläum

 
Das große Neujahrskonzert des Nationaltheaterorchesters unter Leitung des in Mannheim wohnenden, aber international renommierten Dirigenten Axel Kober am 6. Januar um 20 Uhr im Opal ist nur der Auftakt. Am 22. März soll es eine Wiederaufnahme vom „Ring an einem Abend“ geben, zudem weitere Konzerte und Vorträge. Einer ist dem „Parsifal“ gewidmet. Die weltweit älteste Inszenierung von Wagners Bühnenweihfestspiel läuft an Karfreitag zum 150. Mal. Der Wagner-Verband, der schon einmal den Erhalt der Kulissen und Requisiten unterstützt hat, will erneut Geld dafür aufwenden, die historische Bühnenfassung von 1957 zu erhalten.

„Die Zeiten sind schwierig für das Theater, für die Kultur insgesamt“, beklagte Monika Kulczinsi bei der Mitgliederversammlung. Erst Corona, dann die Generalsanierung des Nationaltheaters und die verspätete Fertigstellung der Ersatzspielstätte Opal - „kein Intendant hat jemals so etwas erleben müssen“, meinte sie. „Aber wer aufgibt, hat verloren.“ Kultur, gerade Theater und Musik, seien für viele Menschen „Tröster und Ruhestifter im Leben“ und daher sehr wichtig. Der Richard-Wagner-Verband werde „weiter mit ganzer Kraft an der Seite des Nationaltheaters stehen“. Neben der Finanzierung von Bühnenbildern zählt der Verband zu den maßgeblichen Förderern des Internationalen Opernstudios und des dort ausgebildeten künstlerischen Nachwuchses.

Verantwortlich ist dafür ein weitgehend unveränderter, unter Leitung von Stadtrat Alexander Fleck einstimmig wiedergewählter Vorstand mit Monika Kulczinski an der Spitze. Stellvertreter bleibt Alexander Wischniewski, Schriftführerin Uta Trui, als Beiräte kamen neben Robert Frank und Thomas Hermann nun Marion Roth und Harry Trummer neu hinzu. Einen gewaltigen Einschnitt bedeutet die Neuwahl des Schatzmeisters. Julia Wendland tritt die Nachfolge von Jochen Kulczinski an, der nahezu 25 Jahre lang die Finanzen verantwortet hatte. Der Richard-Wagner-Verband International würdigte eigens in einer Grußbotschaft für die Mannheimer Mitglieder die „beeindruckende Verlässlichkeit und kluge, lösungsorientierte Arbeit“ sowie das enorme persönliche Engagement des früheren BASF-Managers.

„Respekt vor dieser beeindruckenden Leistung“ bekundete auch Kulturbürgermeister Thorsten Riehle. Der Wagner-Verband leiste „eine enorm wichtige Arbeit“ und verdeutliche, „dass alle zusammenstehen, denen Kultur wichtig ist“. Riehle räumte ein: „Kultur steht enorm unter Druck.“ Man müsse natürlich auch bei ihr sparen. „Aber wir werden Einrichtungen nicht kaputtsparen“, sagte er zu.

Peter W. Ragge (Mannheimer Morgen 05.01.2026)

 

Nächste Veranstaltung